wilde perspektiven

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Mittwoch, 27. Juni 2012

Blumenvielfalt und mehr

Die beiden Bestimmungskalauer aus dem letzten Beitrag stecken mir noch in den Knochen!

Ich gelobe aber Besserung, werde künftig auch mal nachschlagen (die entsprechenden Bücher besitze ich schon, so ist das nicht), aber im Zweifelsfall auf eine exakte Artdiagnose einfach verzichten, damit mir das nicht nochmal passiert. 

So ganz aber möchte ich die vielen bunten Wildblumen auch künftig nicht aus meiner kleinen Welt ausschließen, handelt es sich doch hier um eine Seite, die der Natur ganz allgemein ein Forum bieten möchte, und was wäre schließlich der Satz des Pythagoras ohne das rechtwinklige Dreieck.

Am vergangenen Sonntag gab es Dauerregen, und so fotografierte ich Blümchen aus dem Auto heraus, wie zum Beispiel diese hier:



Sie hat nicht nur nicht geduftet, und so handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um die Falsche Kamille.

Hier das Gegenstück, die Echte Kamille, zum Vergleich:

Aufgenommen am Dienstag-Abend im Gegenlicht der untergehenden Sonne.

Und um das Ganze zu komplettieren, hier noch die ebenfalls duftende Strahlenlose Kamille in ihrer ganzen Pracht:

Alle drei Arten wachsen neben- und durcheinander im Wybelsumer Polder:

Ebenfalls am verregneten Sonntag gab es die Ackerkratzdistel zu bestaunen:

Und dann noch ein Bild derselben Art vom Mittwoch:

Hier aber muss ich auch schon wieder passen, tippe aber auf die Gemeine Kratzdistel:

Sicher bin ich mir da aber nicht!

Nachtrag vom 01.07.2012: Meine persönliche Botanik-Beraterin Sabine Baum aus Hinte hat sich wieder gemeldet und mich wissen lassen, dass es sich hier um die so genannte Krause Distel handelt. Ich bedanke mich artig für diesen Hinweis!

Der flauschig dreinblickende Hasenklee posierte am Dienstag vor meiner Kamera:

Im Wybelsumer Polder gibt es wirklich allerhand zu sehen, so auch die Gemeine Nachtkerze (wenn sie es denn ist):

Und das Orangerote Habichtskraut, das man hier in Emden auch in diversen Gärten entdecken kann, so auch in jenem des Nachbarn. Doch die folgenden Exemplare stammen aus dem Wybelsumer Polder:



Ganz schön bunt heute:

Bösartige Menschen würden all diese tollen Farbtupfer in der Landschaft als Unkräuter abtun, doch was wäre dieser Planet ohne Blumen? Man muss kein Botaniker sein, um sie zu vermissen, wären sie von der einen Sekunde auf die andere nicht mehr da.

Wenn man sich als Reh den ganzen Tag durch unübersichtliches Weidendickicht und Schilf kämpfen muss, dann kann es nicht schaden, sich mal einen Überblick zu verschaffen, will man doch auch mal wissen, wo genau man sich eigentlich befindet:

Und jetzt mal was ganz Außergewöhnliches!


Eine gesunde Erdkröte, die mir heute im Wybelsumer Polder begegnete. Aber vielleicht trägt auch sie schon das Grauen im Hirn und hat es nur noch nicht bemerkt, lief sie mir doch wieder einmal bei Tageslicht im Wybelsumer Polder über den Weg.

Von vorn:


Dieser Austernfischer wartete am letzten Sonntag an der Knock geduldig auf das Schließen der Himmelsschleusen:

Zum Abschluss das Beste dieser Woche, ein weiblicher Neuntöter von heute Nachmittag:

Dabei handelt es sich um einen ganz besonderen Neuntöter, denn...

Nein, das wird erst im nächsten Beitrag verraten!

Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht gerne arbeite. Und deshalb gibt es jetzt dieses Lied, das weitere Fragen im Keim ersticken soll: Arbeit nervt!