wilde perspektiven

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Sonntag, 11. September 2011

Ein weiterer Morgen an der Knock

Wieder einmal ging es ganz früh an die Knock. Wenn man zu spät kommt, sind dort zumeist schon sehr viele Menschen samt Hund unterwegs, vor allem dann, wenn es zum vielleicht letzten Mal sommerlich warm wird. Also rein ins Tarnzelt und auf Schnappschüsse hoffen. Kurz nach Sonnenaufgang ging es dann los.

Zuerst mit einer Hausrotschwanz-Familie:




Ein Jungvogel machte den Anfang! Dann ein adultes Männchen im frischen Schlichtkleid:







Und schließlich ein weibchenfarbener und wohl adulter Vogel:

Und dann war da noch ein junger Steinschmätzer, der ins Bild sprang:

Und als Zugabe tauchte dann auch noch ein adultes Männchen im frischen Schlichtkleid auf:

Und das war es dann auch, denn mehr war heute nicht zu erwarten. Wenigstens  in Bezug auf die Vogelwelt.

Nach zwei Stunden im Tarnzelt tut ein kleiner Spaziergang ganz gut. Und zu fotografieren gibt es auch noch genug. Zum Beispiel Steinschmätzer in ihrem Lebensraum:

Diese Steinsteppe ist wie für diese Art gemacht, und wenn der Steinschmätzer hier auch kein Brutvogel ist, so fühlen sich Durchzügler sauwohl. Steinhaufen gibt es auch:



Aus der Nähe sieht das Tarnzelt (mit einem der Darsteller) so aus:

Ich verließ den Schauplatz, um noch nach weiteren Gelegenheiten zu suchen. 

Gräser bzw. deren Pollen verursachen bei mir Heuschnupfen, weshalb ich sie eigentlich nicht leiden kann. Aber diese Art, welche auch immer es ist, sieht sehr ansprechend aus:

Und genau zwischen den Halmen dieses Grases baut die hübsche Wespenspinne ihr Netz und dann zum Saisonabschluss den Kokon für den Nachwuchs.

Wenn man  an der Knock glaubt, einen Flieger zu hören, ist es in der Regel dieses Fahrzeug:

An Bord des Katamarans erwartungsvolle und irgendwie beneidenswerte Menschen, die sich auf dem Weg zum achten Kontinent befanden - Borkum!

Am Strand war noch nicht so verdammt viel los. Das Wasser lief auf und brachte einen mir unbekannten Fisch ans Tageslicht, der leider schon tot war:


Und am Ende ging ich zurück zu meinem Tarnzelt, um abzubauen und einzupacken. 

Doch das Wilde Stiefmütterchen machte noch rasch auf sich aufmerksam. Weil die Sonne für botanische Aufnahmen schon zu hoch stand, stellte ich meinen Rucksack neben die Pflanze, um ihr Schatten zu spenden. Positiver Nebeneffekt: Der Wind kam dadurch auch nicht mehr richtig zum Zuge:


Diese Art ist äußerst variabel in der Färbung - es gibt gelbe, violette und sonstwie gefärbte Individuen -, aber ich entschied mich für den Klassiker, wie man ihn auch am häufigsten zu sehen bekommt:





























Garten-Stiefmütterchen mag ich nicht, weil sie in allen Belangen übertreiben und irgendwie auch billig und kitschig aussehen, aber die wilde Variante gefällt mir in ihrer Bescheidenheit sehr gut. Zurzeit kann man sie vielerorts in und um Aurich sowie Emden bestaunen.

Nachdem ich alle Utensilien im Auto verstaut hatte, besuchte ich noch schnell die Knock-Dohlen am Restaurant "Strandlust". Ein Teil des Trupps war gerade mit der Ernte von Holunderbeeren beschäftigt, aber dieses Paar zeigte auch außerhalb der Brutzeit Präsenz am Nistkasten:




Das muss es auch, handelt es sich hier doch um den einzigen Brutkasten für Dohlen an der Knock! Die übrigen etwa zwanzig Paare nisten ungewöhnlicherweise im dichten Efeu an der Hauswand rechts neben dem Kasten.

Als Abschluss des Tages und vor dem Einsetzen des großen Regens stoppte ich noch schnell im Wybelsumer Polder, um die Blüte des Orangeroten Habichtskrautes im Bild festzuhalten:




Und das war dann auch das fotografische Finale des  Sonntags!

Hier noch ein Lied: http://www.youtube.com/watch?v=ocEPkkq0QWI