wilde perspektiven

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Sonntag, 11. September 2011

Eselei?

Ja, ich war wieder in Emden-Wybelsum. Und ja, ich konnte nicht an der Weide vorbei, ohne die Esel eine Weile zu beobachten. Und wie es der Zufall so will, führten sie ein kleines Theaterstück auf. Nur für meine Kamera und mich. Zunächst ein Nackenbiss:



Dann ein weiterer von der anderen Seite:

Dann legte die vielleicht noch jugendliche Nervensäge etwas mehr Temperament an den Tag, doch der andere Esel mit dem kürzeren Fell, der seinem Urahnen, dem Afrikanischen Esel, noch sehr ähnlich sieht, ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, stellte sich nicht ein einziges Mal auf die Hinterläufe. Und irgendwann, nach etwa zwanzig Minuten und zahllosen Attacken seines Spielgefährten, kehrte wieder Ruhe ein, weil es dem Heißsporn zu langweilig wurde. Ein Gegner, der kaum eine Reaktion zeigt, ist eben kein vollwertiger Gegner!

Ich war ein bisschen enttäuscht, weil die Show schon vorbei war, und auch andere Zuschauer auf den Rängen hätten ganz gern noch weiter zugesehen:








Zum Beispiel diese Kuh, die auf der Nachbarweide stand und genüsslich Kratzdisteln aß...

Von einer Eselei spricht man, wenn jemand etwas Dummes gemacht hat. Ein ungerechtfertigter Begriff, wie ich finde, sind Esel doch deutlich klüger als zum Beispiel Pferde, weil sie eben nicht alles mit sich machen lassen und auch mal ein klares Nein aussprechen. Wenn ein Esel den Dienst verweigert, dann sollte man ihn erst einmal fragen, ob er vielleicht etwas Wichtigeres in seinem Terminkalender notiert hat!