wilde perspektiven

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Samstag, 3. September 2011

An der Knock ist es schön!

Und weil das so ist, war ich heute wieder einmal am ganz frühen Morgen dort, um ein paar Bilder zu machen. Nachdem ich den Stau in Emden heil überstanden hatte (VW-Werk-Mitarbeiter müssen auch am Samstag ran!), kam ich gegen halb sechs an der noch jungfräulichen Knock an. Um es vorweg zu nehmen: Die ersten "Urlauber" tauchten erst um neun auf, aber da hatte ich schon alles im Kasten!

Es ging los mit einem Falter:




So, im morgendlichen Gegenlicht und noch ohne Sonne, hätte ich ihn garantiert nicht bestimmen können. Klar, ein Bläuling, aber welcher?

Von der anderen Seite sah er so aus:






Hmmmh...

Okay, ich hatte ihn auch schon am Vorabend abgelichtet, als er sich für die Nacht vorbereitete. Es ist ein Kleiner Feuerfalter.

Ebenfalls am Vorabend fand ich diese Wiesenschnake, wie sie zurzeit ständig in meine Wohnung eindringen:






Auf einer Wiese gefallen sie mir allemal besser. Erinnert mich irgendwie an Sly Stallone!

Die Wespenspinne von vorgestern hielt auch noch die Stellung:












Doch hatte ich heute mehr Glück, fand einige weitere Exemplare. Darunter auch ein Weibchen, das direkt neben seinem Netz eine Kinderstube geschaffen hatte. Jetzt hat es seine Aufgabe erfüllt und wartet wohl auf den Tod ;-(


Wie man gut erkennen kann, hat es ordentlich an Umfang eingebüßt und wirkt nun reichlich ausgemergelt.

An Schmetterlingen sind folgende weiteren Arten erwähnenswert: Distelfalter (sehr schlechtes Jahr), Admiral, Kleiner Fuchs (häufig) sowie Weißlinge ohne Ende, darunter Grünaderweißling und Großer Kohlweißling:

Einige dieser Bilder habe ich vor, einige nach dem Shooting mit einem der Steinschmätzer, die sich zurzeit an der Knock aufhalten, gemacht.

Er war recht zutraulich, doch ein Tarnzelt musste ich trotzdem einsetzen. Und schließlich kam er auch etwas näher...




































Oh, ein Greifvogel am blauen Himmel (einige Sperber waren auch unterwegs)?






Irgendwann meinte ich, genug Bilder zu haben; das Ganze muss ja auch mal ein Ende finden, und so packte ich meine Sieben Sachen und begab mich zum Auto, doch auf dem Weg dorthin machte ich noch schnell ein weiteres Bild:




Ist ganz bestimmt so ein Vertreter aus der Familie der Storchschnabel-Gewächse, und ich tippe mal auf den Gewöhnlichen Reiherschnabel.

Nach einem zweiten Frühstück im Auto fuhr ich nach Hause, nicht aber ohne noch diesen Esel ("Wandelnde Graukarte") zu fotografieren:

Er steht zusammen mit vier Pferden sowie drei weiteren Grautieren auf einer Weide in Wybelsum. Und im Gegensatz zu seinen als Schwertransporter missbrauchten Kollegen in Südost-Europa kann er es sich unter der ostfriesischen Sonne gut gehen lassen. Schade eigentlich, dass man Esel zumindest hier in Ostfriesland nur selten zu Gesicht bekommt, sind sie doch irgendwie cool...