wilde perspektiven

wilde perspektiven

Donnerstag, 1. September 2011

Sie ist überall!

Das tolle Wetter ließ es heute zu, dass ich nach der Arbeit noch schnell zur Knock fahren konnte. Spezielles war nicht geplant. Zwar war es recht kühl, doch lugte die Sonne immer wieder zwischen den Wolken hindurch, und auch der Wind spielte sich heute nicht so auf. Später, so gegen sieben, kam das Gebläse sogar ganz zum Erliegen, was aber so vielleicht nicht hätte passieren sollen, denn plötzlich fiel ein ganzes Heer blutrünstiger "Knock-Mücken" über mich her (aufgrund ihrer besonderen Heimtücke erhebe ich sie in den Artstatus ;-). Ich blickte nach allen Richtungen und musste zu meiner Enttäuschung feststellen, dass ich das einzige Opfer weit und breit war! Wahrscheinlich haben diese Viecher den ganzen Sommer auf diesen einzigen windstillen Tag gewartet...

Folgendes konnte ich knipsen:





Dabei handelt es sich entweder um Thymelicus sylvestris oder aber um T. lineola, doch werde ich die beiden sehr ähnlichen Arten nie auseinanderhalten können.

Diesen Falter gab es auch noch:































Leider kann ich auch bei Weißlingen nur passen! Wer in dieser Hinsicht helfen kann, darf mir eine Mail schreiben, was natürlich für alle Beiträge gilt. Schließlich kann ich nicht alles wissen.

Tja, und um auf den Titel dieses Beitrags zu kommen:








Ist nur ein Belegfoto. Hier ein weiteres:






Wenn ich auch nichts Spezielles an der Knock erwartet hatte, die Wespenspinne hatte ich schon irgendwie im Hirn. Nach einstündiger Suche dann endlich der Erfolg, doch sollte es leider bei diesem einen Weibchen bleiben. 

Das ist jetzt der dritte Ort in Ostfriesland, an dem ich dieses hübsche Tier innerhalb kurzer Zeit nachweisen konnte, nachdem es mir im Collrunger sowie auch im Berumerfehner Moor (blieb bislang unerwähnt) begegnet war. Wahrscheinlich ist die Wespenspinne schon mehr oder weniger flächendeckend im äußersten Nordwesten der Republik verbreitet, was nicht erstaunlich ist, denn sie braucht eigentlich nur Wiesen, die im günstigsten Fall nicht gemäht werden, denn bei der Mahd werden die Kokons, die die Weibchen jetzt anlegen, zerstört.