wilde perspektiven

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Samstag, 5. November 2011

Nothing ever happens...

Tja, momentan herrscht Flaute! 

Zwar war ich heute mal nach längerer Zeit wieder draußen, aber es gab fast nichts, was sich fotografieren lassen wollte. Am Emsstrand an der Knock sah ich bei Hochwasser achtzehn Sanderlinge, einen Alpenstrandläufer sowie einen jungen Kiebitzregenpfeifer. Letzterer gab schon auf etwa achtzig Meter Entfernung Gas. Wie frustrierend das doch hier in Deutschland sein kann ;-(

Deshalb gibt es jetzt den hier:






Er ähnelt der Stubenfliege wirklich sehr, aber er ist nix anderes als ein Wolf im Schafspelz. Früher, wenn sich so ein Biest ins familiäre Wohnzimmer eingeschlichen hatte und dann seine Attacken startete, rief meine Mutter immer: "Meine Güte, heute beißen die Stubenfliegen aber wieder!" 

Damals wusste ich es noch nicht, aber ein paar Jahre später konnte ich meine Mutter eines Besseren belehren, indem ich so ein Viech tötete und ihr ganz dicht vor die Augen hielt. Statt eines "Stempels" hat der Wadenstecher, so sein Name, einen langen und spitzen Saugrüssel, dessen Stich sehr schmerzhaft ist, wenngleich nicht ganz so schlimm wie ein Hexenschuss. 

Mit Stichen muss man jetzt allerdings nicht mehr rechnen, denn es ist dafür bereits zu kalt. Die Tiere sonnen sich aber noch ausgiebig, so wie dieses hier auf meinem Auto, zusammen mit ein paar Artgenossen. Im Gegensatz zu den eher tumben Bremsen lässt sich diese Fliege nur sehr schwer erschlagen, denn sie ist äußerst vorsichtig und unglaublich flink. Und sie ist ein Kosmopolit! In den USA setzten Wadenstecher mir vor allem am Strand zu, wenn ich auf dem Bauch lag und Vögel fotografierte. Verscheuchen konnte ich sie dann nicht, und so sah ich zum ersten Mal, wie unglaublich fett das Abdomen während des Saugvorgangs werden kann. Immer wieder in die Waden und Ellbogen! Immer auf dieselben Stellen! Zwanzig dieser Bestien auf einmal! Das war nicht so toll...

Ansonsten ist jetzt Herbst:





Für jene Menschen, die es im Gegensatz zu diesen beiden hier noch nicht bemerkt haben sollten (aufgenommen im Egelser Wald).

Zum Schluss noch ein Lied, auf das sich der Titel dieses Beitrags wie zufällig auch bezieht. Es ist ein Lied, das ich sehr mag und dessen Melodie ich ganz gerne pfeife, wenn ich im Outback bin und dort nichts passiert. Übrigens auch nur dann, wenn ich mich völlig unbeobachtet fühle ;-)

Einfach hier klicken.

Allen Besuchern dieser Seite wünsche ich ein schönes Wochenende!

Und noch etwas: Zwar setze ich bei meinen Seitenbesuchern eine gewisse Grundintelligenz voraus, aber trotzdem möchte ich darauf hinweisen, dass sich der USA-Bericht jetzt unter der Rubrik "Trip Reports - meine kleinen Reiseberichte" wiederfinden lässt. Hier geht nämlich nichts verloren!