wilde perspektiven

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Sonntag, 11. Dezember 2011

Eine Stunde Pause...

...vom anstrengenden Renovieren kann man mal eben nutzen, um der Knock einen Besuch abzustatten. Bei kaltem und fiesem Westwind war das nicht so angenehm, aber das Streichen einer Raufasertapete ist es eben auch nicht.

Die Dohlen am Restaurant "Strandlust" hielt es nicht mehr in den wenigen Bäumen, statt dessen ruhen sie bei derartig widrigem Wetter gerne am Boden:





Alle sehen weg, und alle fliegen dann auch auf:

Nicht selten stehen sie auch außerhalb der Brutzeit auf ihren Nestern im Efeu, wie es auch heute zeitweilig der Fall war.

Am Emsstrand hielten sich 31 Sanderlinge auf. Das Wasser lief ab, aber es war noch gut erkennbar, wie hoch es wenige Stunden zuvor gestanden sein muss. Sehr hoch!

Im Wybelsumer Polder war wieder ein Raubwürger zu bestaunen:

Das war dort also mein dritter Besuch in Folge mit einer Raubwürgerbeobachtung. Ich gehe davon aus, dass der Vogel im Wybelsumer Polder ein festes Winterrevier etabliert hat, was anscheinend nicht die Regel ist, hat doch der Emder Vogelbeobachter Klaus Rettig seit 1993 keinen Raubwürger mehr in Ostfriesland gesehen (Beiträge zur Fauna und Flora Ostfrieslands, Heft 374). Allerdings ist die Art ein alljährlicher Wintergast in mindestens zwei Exemplaren im Berumerfehner Moor bei Aurich, wenigstens seit ich in Ostfriesland wohne.

Tja, dann ging das Renovieren weiter, und anschließend machte ich mich auf den Heimweg, wo ich am Kleinen Meer einen weiteren Raubwürger feststellen konnte, neben zahlreichen Nonnen-, Grau- und Blässgänsen:

Im Gänseparadies Ostfriesland ist das nach wie vor und Gott sei Dank ein gewohnter Anblick!