wilde perspektiven

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Sonntag, 15. Juli 2012

Flussuferläufer und Waldwasserläufer

Zum Aufwärmen zunächst einmal wieder ein paar Bilder vom Neuntöter-Weibchen aus Wybelsum:

Ganz entspannt steht es da:

Doch Achtung! Der böse Wind kommt von rechts:


Und hier erst:

Ein Bild vom sonnigen Abend:

Und eines ungefähr zur selben Zeit, nur mit einer halbdurchlässigen Wolke vor der Sonne:

Es gibt unendlich viele Lichtsituationen!

In den letzten Tagen gab es nicht so ganz viel zu sehen und zu fotografieren. Erwähnenswert sind aber die in diesem Jahr erste junge Waldohreule, die in einem Garten in Wolthusen am Freitag-Abend ausdauernd ihre klagenden Rufe vortrug, sowie ein bereits am Donnerstag überhinfliegender adulter Seeadler ebenda, den ich von meinem Balkon aus fotografieren konnte!

Möglicherweise handelte es sich dabei um einen jener Vögel, die immer mal wieder im Wybelsumer Polder auftauchen, wie auch heute Morgen.

Am Schöpfwerk des Knockster Tiefs jagten fünf Flussseeschwalben:

Drei flügge Jungvögel wollten dort gefüttert werden, doch müssen sie nicht an diesem Ort erbrütet worden sein. Möglich ist es aber, denn im letzten Jahr brüteten dort zwei Paare auf dem Dach des Schöpfwerks.

In Emden-Larrelt konnte ich am Wochenende mehrfach Beutelmeisen feststellen, ohne sie auch nur ein einziges Mal gesehen zu haben, und als ich am Samstag mein Tarnversteck aufsuchte, stand da doch glatt ein Kuckuck drauf:


Später dann konnte ich dort sowohl Flussuferläufer als auch Waldwasserläufer für die Ewigkeit im Bild festhalten.

Hier ein Flussuferläufer im Prachtkleid im "abendlichen Schatten" und unmittelbar vor meinem Tarnzelt:

Und diese Aufnahme zeigt ihn etwa eine halbe Stunde früher in der Sonne: 


Flussuferläufer sind mir schon sehr oft vor die Kamera gewackelt, doch in 2012 war es das erste Mal!

Zum Vergleich jetzt ein diesjähriger Waldwasserläufer:

Er lieferte sich einen Rufwettbewerb mit vier Kollegen, und aus wenigen Metern Distanz war das geradezu  ohrenbetäubend, weil ich mich genau zwischen den Vögeln befand!


Doch nur dieses Exemplar stand vor meinem Tarnzelt, die anderen vier befanden sich dahinter.

Endlich Ruhe:

Ich mag diesen Vogel sehr! Und es gibt kaum ein schöneres Naturerlebnis als den frühmorgendlichen Spaziergang im vielleicht nebligen Moor, akustisch untermalt von den Rufen mehrerer Waldwasserläufer, die irgendwo in der Ferne an einer Blänke stehen.

Was ist das hier?

Das sind die hübsch gestreiften Achselfedern des Waldwasserläufers!

Zum Abschluss gibt es hier noch den in den Salzwiesen blühenden Strandflieder auf dem Rysumer Nacken:


Leider ist das Wochenende schon wieder vorbei. Es gilt also wieder: Augen zu, Luft anhalten und durch!