wilde perspektiven

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Sonntag, 2. September 2012

Dies und das

Huhu, es gibt Neues zu berichten!

Am vergangenen Montag fotografierte ich diesen Mäusebussard im Wybelsumer Polder:



Common Buzzard

Eigentlich ist das kein besonderes Bild, aber auf dieser Warte standen in der Vergangenheit auch schon Rotschenkel und Raubwürger!

Ebenfalls am Montag begegnete ich diesem Sanderling am Emsstrand (mit Sandregenpfeifer):

Sanderling (with Ringed Plover)

Ein überhinfliegender adulter Wanderfalke scheuchte beide auf, noch bevor ich näher heranrobben konnte.

Der Queller und sein Schatten:

Marsh Samphire 

Da hat sich aber jemand mal richtig Mühe gegeben und einige dieser netten Aufkleber rund um das Restaurant Strandlust verteilt:


Der SV Werder Bremen ist eigentlich dafür bekannt, in der Vergangenheit große Erfolge erzielt zu haben, ohne sich auf wirtschaftlich wacklige Beine zu stellen. Mit dem neuen Sponsor (Wiesenhof) aber hat der Verein kein glückliches Händchen bewiesen und vielen Fans und Sympathisanten die Zornesröte ins Gesicht getrieben.

"Buschsavanne" auf dem Rysumer Nacken:

Löffler (zusammen mit Graureihern und Schottischen Hochlandrindern) im Wybelsumer Polder:

Spoonbills (with Grey Herons and Highland Cattle)

Seltsames Weidensterben im Wybelsumer Polder:


Willow Dieback in Wybelsumer Polder (reason?)

Auf weiten Flächen sterben sowohl junge als auch alte Weiden komplett ab. Mindestens zwei Arten sind betroffen, doch die Ursache will sich mir nicht so recht erschließen, konnte ich doch auch aus der Nähe kein verstärktes Auftreten irgendwelcher Insekten entdecken.

Am Donnerstag fielen an der Kleientnahmestelle bei Wybelsum zahllose Stare zum Baden ein:


Starlings (with Black-headed Gulls) taking a bath

Die Lachmöwen traten respektvoll einen Schritt zurück:

Dann machten sie sich aus dem Staub:

Am Donnerstagabend sonnten sich insgesamt zwölf Kleine Füchse an den Steinhaufen neben dem Gassco-Gelände:


Small Tortoiseshell

Und am Samstag dann gab es eine richtig tolle Überraschung. Die mächtige Raupe eines Windenschwärmers überquerte die Hauptstraße in Wybelsum, um sich einen Verpuppungsplatz zu suchen! Ich konnte gerade noch rechtzeitig eine Vollbremsung vollziehen und so eine Kollision mit dem Tier verhindern. Zum Glück, denn eine fette Beule an der Front meines Autos wäre wohl das Mindeste gewesen:


Convolvulus Hawk-moth caterpillar (a lifer!)

Ich sammelte sie ein und entließ sie an einem sichereren Ort in die Freiheit:


Für mich war das die erste Begegnung mit einer Raupe dieses imposanten Falters! Den Schwärmer selbst habe ich bislang immerhin schon zweimal gesehen - und zwar als Leuchtturmopfer auf Helgoland.

Wenn Vögel ziehen, tauchen sie auch an Orten auf , an denen sie nicht brüten. Kennt man die Brutvögel eines Ortes, dann kann man Durchzügler anderer Arten sicher als solche ansprechen, wie zum Beispiel diesen Grauschnäpper auf dem Zaun des Gassco-Geländes, den ich am Samstag fotografieren konnte:

Spotted Flycatcher

Ebenfalls am Samstag fand ich diesen Kerl hier auf dem Rysumer Nacken:






Common Frog

Ein Moorfrosch, so könnte man meinen, zeigt er doch den vermeintlich artdiagnostischen hellen, dunkel begrenzten Dorsalstreifen.

Andere Perspektive:

U. a. die stumpfe Schnauzenpartie weist dieses Tier eindeutig als Grasfrosch aus. Moorfrösche ohne hellen Streifen auf dem Rücken kann man hier in Ostfriesland des Öfteren sehen. Grasfrösche aber mit diesem Merkmal sind selten, mir bislang erst wenige Male begegnet. Bei der Braunfroschbestimmung sollte man sich also nie auf die Zeichnung verlassen. Es sind in erster Linie strukturelle Unterschiede, die einen zum richtigen Ergebnis führen! Bei flüchtiger Beobachtung hätte dieses Individuum vielleicht zu einem neuen Punkt auf der Verbreitungskarte des Moorfrosches in Niedersachsen geführt, noch dazu in einem für diese Art völlig ungeeigneten Habitat!

Sychronflug:


Grey Partridge

Das erste Belegfoto von Rebhühnern an der Knock!

Heute Morgen scheuchte ich sie gleich zweimal versehentlich auf, einmal auf dem Weg zum Strand, etwa zwei Stunden später dann auf dem Weg zurück zum Auto. Das Bild zeigt zwei von elf Tieren. Die anderen waren bereits gelandet und im Gras verschwunden. Die Art geht ab wie eine Rakete, fliegt darüber hinaus stets nur kurze Strecken, und so bleibt einem nicht die Zeit, in Ruhe zu fokussieren. Vor diesem Hintergrund ist es erstaunlich, dass von drei Bildern, die ich machen konnte, überhaupt eines brauchbar geworden ist - ohne Autofokus, wohlgemerkt!. 

Morgens und abends kann man die Rebhühner dort mit etwas Glück entlang der Wege sehen, so wie heute, aber erst, wenn sie rufend auffliegen, bekommt man sie wirklich mit. Dabei standen sie zuvor völlig frei am Wegesrand, nur wenige Meter von mir entfernt, und ich hätte schöne Fotos machen können, wenn ich nicht so verpeilt und verträumt gewesen wäre. Ärgerlich, wirklich schlimm!