wilde perspektiven

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Montag, 16. Mai 2016

Rotfußfalke

Ich liebe Moore!

Sie sind ursprünglich und haben ihren ganz eigenen Charme.

Ihre Vegetation verströmt einen einzigartigen Duft. Und die Tiere und Pflanzen, die in ihnen leben, sind für mich schon immer etwas ganz Besonderes gewesen. Und das gilt natürlich auch für jene Arten, die man selbst im Moor nicht jeden Tag beobachten kann.

Am Abend des 11. Mai 2016 entdeckte ich südlich des Ewigen Meeres gleich fünf Rotfußfalken!

Für mich war das erst die zweite Begegnung mit diesem hübschen Greifvogel in Ostfriesland nach einer Beobachtung vor einigen Jahren im Collrunger Moor. Und zu allem Überfluss stieg die Anzahl am Ewigen Meer zwei Tage später sogar noch auf elf Individuen an.

Anders als damals gelangen mir nun endlich auch ein paar Aufnahmen, die die Anwesenheit der kleinen Falken belegen können.

Doch leider hat es auch diesmal wieder nur zu Bildern aus der Rubrik Vögel in ihrem Lebensraum gereicht, obwohl die Rotfußfalken nicht wirklich scheu waren.

Die Gründe dafür erfahrt ihr weiter unten.


Hier zwei Weibchen auf ihrer Aussichtswarte:




in the middle of Mai 2016 up to eleven Red-footed Falcons showed up in a bog near Aurich, where they were hunting almost exclusively for freshly emerged dragonflies

Immer wieder flogen sie auf, um in einem geschickten und meist kurzen Jagdflug eine Libelle zu erbeuten, die sie dann gleich im Fluge aufaßen.


In mehrfacher Hinsicht ist der Rotfußfalke eine Art Bindeglied zwischen Turm- und Baumfalke.

Das trifft zum Beispiel auf seine Proportionen zu. Er hat einen etwas längeren Schwanz als der Baumfalke, aber einen kürzeren als der Turmfalke. Seine Flügel sind proportional breiter und kürzer als jene des Baumfalken, aber schmaler und länger als die des Turmfalken.

Schau dir einen Vogel genau an und du weißt, wie er jagt und wen er isst.

In Sachen Libellenfang steht der Rotfußfalke dem Baumfalken in nichts nach, doch für die Vogelhatz ist er wohl zu langsam. Dafür kann er im Gegensatz zum Baumfalken ausgiebig rütteln und kleine Nager erbeuten, wie es auch der Turmfalke macht. Letzterer ist geradezu darauf spezialisiert. Das Erbeuten von Fluginsekten stellt für unseren häufigsten Falken dagegen eine Ausnahme dar.


Ein Bild vom Lebensraum der Vögel bei Aurich, das gleichzeitig große Bestände des fruchtenden Schmalblättrigen Wollgrases zeigt ("Wollgrasblüte"):


habitat of Red-footed Falcons near Aurich with fruiting Common Cottongras in the foreground

Mitte Mai kommt es an solchen Orten zum Massenschlupf von Libellen.

Am Ewigen Meer sind vor allem zwei Arten an diesem alljährlichen Naturschauspiel beteiligt.

Die Nordische Moosjungfer und der Vierfleck.

Letzeren zeigt das nächste Bild:

Dragonflies like this Four-spotted Skimmer are the main food source for Red-footed Falcons on migration

An windigeren Tagen halten sich die Libellen vor allem in geschützten Bereichen des Moores, wie etwa Birkengebüschen, auf, wo sie ihre Reifephase durchleben und Jagd auf andere Insekten machen.

Diese Orte werden von den Falken dann gezielt aufgesucht. In einem niedrigen Jagdflug scheuchen sie die Wirbellosen geschickt aus der Bodenvegetation auf, um sie in einem raschen Schwenk zu erbeuten.

Ist es aber sonnig und windstill, verlagert sich die Jagd, wie auch jene der Schwalben und Segler, zum Teil in luftige Höhen, weil sich dann auch die Beutetiere hoch hinaus wagen.


Der Plattbauch fällt dem Rotfußfalken deutlich seltener zum Opfer:

Broad-bodied Chaser

Er ist zwar eine häufige und verbreitete Libelle, die auch im Moor lebt, doch kommt es bei ihm nie zu einem Massenauftreten wie bei den beiden oben genannten Arten.

Es ist immer wieder faszinierend, wie spielerisch und elegant die Falken diese auch nicht gerade trägen Insekten erbeuten. Es erfordert viel Geschick und Präzision, eine Libelle bei hoher Geschwindigkeit einfach mal so aus der Luft zu pflücken. Und die Vögel verfehlen ihr Ziel eigentlich nie. Darüber hinaus erbeuten vor allem Rotfußfalken auch Fluginsekten, die so klein snd, dass man sie mit dem Fernglas nicht erkennen kann. Dass sie überhaupt etwas fangen, erkennt man dann eigentlich nur an den klassischen Flugmanövern, die sie vollziehen.

Witzig war es übrigens immer dann, wenn zwei Falken dieselbe Libelle im Vísier hatten. In Gedanken schloss ich dann eine Wette mit mir selbst ab, wer von den beiden als Sieger vom Platz gehen würde. Solche Duelle wurden auch immer wieder auf interspezifischer Ebene durchgeführt. Und es war nicht etwa so, dass der schnellere Baumfalke automatisch als Sieger feststand. Die Nähe zur begehrten Beute hat in solchen Situationen den Ausschlag gegeben.


Oft ist der Rotfußfalke auf dem Zug mit dem Baumfalken vergesellschaftet.

Letzterer ist auch Brutvogel in Ostfriesland, während der etwas langschwänzigere Verwandte unsere geile Republik nur als Durchgangsstation auf seiner Reise nach Osteuropa nutzt. Der Rotfußfalke ist ein Vogel halboffener bis offener, nicht selten steppenartiger Landschaften. In Ungarn und vor allem in der Ukraine und in Russland brüten wohl die meisten der bei uns auftauchenden Individuen.

Den Winter verbringen diese Vögel in Afrika.


Dieselben Rotfußfalken im Gegenlicht:





same

Im Gegensatz zu den meisten anderen Greifvögeln ist der Rotfußfalke sehr gesellig.

Oft sieht man auf dem Zug gleich mehrere Individuen dieser Vögel beisammen, und selbst während der Brutzeit können oder wollen sie nicht auf die Gesellschaft von Artgenossen verzichten. Das bedeutet aber nicht, dass die Individuen eines Trupps förmlich aneinander kleben und den ganzen Tag miteinander verbringen müssen.

Drei Weibchen:



Ein einzelnes:

Dasselbe aus einer anderen Perspektive:



Und ein anderes Weibchen im Flug:


Im Moor konnte ich beobachten, dass sich immer wieder einzelne Vögel oder kleine Gruppen vom Rest der Mannschaft absonderten, um in einem anderen Bereich des Moores nach Nahrung zu suchen und das dann auch schon mal in Geellschaft von Baumfalken.

Trotzdem sah ich alle elf Individuen immer wieder gemeinsam bei der Jagd, nie aber zusammen ruhend.

Vier Weibchen auf einem Bild:


women's party

Der Rotfußfalke brütet in Kolonien.

Wie viele Paare sich letztendlich zusammenfinden, hängt dann in erster Linie vom Nistplatzangebot ab. Wie alle anderen Falken auch baut diese Art kein eigenes Nest. Sie ist auf jene anderer Vögel angewiesen. Bezogen werden gerne Nester von Rabenvögeln, wie zum Beispiel Elster und ganz besonders Raben- und Saatkrähe.

Ein adultes Männchen:

adult male

Nicht selten brüten Rotfußfalken in Osteuropa sogar inmitten von besetzten Saatkrähen-Kolonien.

Man stelle sich mal vor, das geschähe hier in Emden oder in Riepe. Das wäre ein echter Hammer. Doch bis heute hat der Rotfußfalke nicht ein einziges Mal in Deutschland gebrütet, obwohl er hier ein alljährlicher Gast ist.

In manchen Jahren, wie ja jetzt auch in diesem, tritt er sogar in großer Zahl auf (siehe unten).


Noch ein Bild vom Lebensraum:




Hier brüten u. a. Kiebitze, Bekassinen und Rotschenkel:

at least one pair Redshank breeds in this bog every year and few other waders such as Temminck's Stint use thhis area to rest on migration


Trotz der tollen Rotfußfalken hatte ich natürlich auch noch Augen für andere Kostbarkeiten des Moores.

In einer zuvor trocken gefallenen klitzekleinen Senke auf einem der Wege im Moor fand ich viele noch junge Individuen des Mittleren Sonnentaus.

Da kann man auch schon mal ein paar Bilder machen:

Oblong-leaved Sundew

Spontan legte ich mich deshalb auf den Boden, um ihn zu fotografieren.

Diese Art ist winzig.

Menschen, die sie nicht kennen, werden sie oft erst gar nicht bemerken, einfach an ihr vorbeigehen oder sogar auf sie drauftreten. Da muss man mit dem Makro-Objektiv schon ganz nahe herankriechen, um den Rundblättrigen Sonnentau gebührend in Szene zu setzen. Interessant sind die Fäden, die man auf dem scharf gestellten Blatt erkennen kann. Möglicherweise stammen sie von den Fruchtständen des Wollgrases. Es könnten aber auch vom starken Wind in die Länge gezogene Sekrettropfen sein.

Der Mittlere Sonnentau ist eine von zwei Sonnentau-Arten, die man heute noch in diesem Moor finden kann. Die andere ist der Rundblättrige Sonnentau, der dort ebenfalls recht häufig ist. Eine dritte Art, der Langblättrige Sonnentau, soll hier früher auch vorgekommen sein, doch ob das auch noch heute der Fall ist, kann ich nicht sagen. Ganz allgemein ist er aber viel anspruchsvoller und empfindlicher als seine beiden Verwandten.

Die Entwässerung weiter Teile des Moores hat ihm am Ende wahrscheinlich das Genick gebrochen.


Ich lag also auf dem Boden und fokussierte hin und her.

Erst nach einigen Minuten erkannte ich das hier:


with prey

Da hatte der Kollege doch glatt ein Insekt gefangen!

Dass alle Sonnentau-Spezies zu den so genannten Fleisch essenden Pflanzen gehören, setze ich als bekannt voraus. Der karge und an Nährstoffen arme Lebensraum zwingt sie dazu, sich ein kleines Zubrot zu verdienen.

Schön kann man auf dem Foto erkennen, wie sich das Blatt über das Insekt beugt, es geradezu festhalten will. Diese Krümmung geht nur sehr langsam über die Bühne und ist für das menschliche Auge nicht als Bewegung wahrnehmbar. Sie verschafft der Pflanze einen möglichst großflächigen Kontakt mit ihrer Beute. Und das wiederum hilft bei der Verdauung, die einige Tage in Anspruch nehmen kann. Da ist das Tier also gleichzeitig mindestens Frühstück, Mittagessen und Abendbrot.

Das Insekt zuckte noch ein wenig. Es musste also zum Zeitpunkt der Aufnahme noch Leben in ihm gewesen sein. Vielleicht aber waren  es auch die Kaubewegungen des Sonnentaus, die das zarte Tier noch etwas zappeln ließen.

Das Bild ist natürlich authentisch!

Wie auch das folgende Portrait:

Vor Jahren habe ich mal eines im Netz gesehen, das eine Goldaugenbremse zeigte, die mit einem Flügel an dem einen und mit dem anderen Flügel an einem anderen Blatt klebte.

Wie Jesus am Kreuz.

Der Fotograf hatte die Bremse erschlagen und eine Szenerie arrangiert, wie man sie im Freiland wahrscheinlich nie zu Gesicht bekäme.


Im Mai prägen weite Bestände des fruchtenden Schmalblättrigen Wollgrases das Bild des Moores:


Common Cottongras

Der englische Name bezieht sich auf die oberflächliche Ähnlichkeit der Fruchtstände dieser Pflanze mit jenen der Baumwolle.

Jeanshosen werden aus dem Wollgras aber nicht gefertigt.

Und wieder ein Foto von leckerem Gagel:

Bog Myrtle


Zurück zum Rotfußfalken:

Dieses Bild machte ich vom selben  Standort aus wie das erste dieses Beitrages.

Der Unterschied: Ich setzte statt des Makro-Objektives das Tele ein.

Das Makro wiederum benutzte ich, weil ich die Birke, auf der die Falken standen, ganz mit aufs Bild bekommen wollte. Denn eigentlich mag ich es nicht, wenn die Warte an einer unvorteilhaften Stelle einfach abgeschnitten wird.

Das sieht oft nicht so prickelnd aus.

Wieder vier Vögel auf einem Bild:

two females, one second calendar year male (top) and one adult male (right)

Doch diesmal zeigt es beide Geschlechter nebeneinander.

Zu sehen ist neben zwei Weibchen und einem adulten Männchen auch eines im zweiten Kalenderjahr (ganz oben).


Es war wohl der einige Tage andauernde stärkere Ostwind, der die Vögel nach Aurich und an viele Orte in Deutschland und den Niederlanden verschlagen hat. Gleichzeitig verschaffte mir diese Wetterkonstellation arge Beschwerden. Zeitweilig bekam ich meine Augen kaum noch auf, weil die Luft pollengeschwängert war.

Merksatz: Trocken-warmes und sehr windiges Wetter ist nicht des Allergikers Freund. Unter solchen Umständen helfen nämlich auch keine Drogen mehr.

Ganz richtig ist das natürlich auch wieder nicht, was ich da im Merksatz geschrieben habe, denn ohne die Pillen, das weiß ich aus jahrzehntelanger Erfahrung, hätte ich in diesen Tagen erst gar nicht vor die Tür gehen können. Trotzdem kommt mir der aktuelle Temperatursturz mit Regenschauern nicht ungelegen.


Endlich also wieder Rotfußfalken.

Im vergangenen Jahr hatte es bereits einen unglaublichen nachbrutzeitlichen Einflug nach Mittel- und auch Westeuropa gegeben. Überall wurden diese hübschen Vögel entdeckt. Und sie blieben zum Teil über Wochen in denselben Gebieten, sodass auch wirklich noch der verschlafenste Beobachter sie nicht verpassen konnte. Doch im beschaulichen Ostfriesland konnte nur ein einzelnes Individdum belegt werden.

Ein junger Rotfußfalke wurde im Holter Hammrich bei Leer  fotografiert.


Zusätzlich zu den Rotfußfalken sah ich zu meiner großen Überraschung auch noch einen Fischadler.

Nicht der Vogel im Vordergrund ist gemeint:

Osprey

Was wollte der denn im Moor?

Vielleicht hatte der stolze Vogel meinen Beitrag über den Entwässerungsgraben-Barrakuda in diesem Blog gelesen und war extra angereist, um fette Beute zu machen.


Der Tag, an dem mir die Rotfußfalken und der Fischadler im Moor begegneten, war ganz allgemein ein unvergesslicher.

Denn insgesamt konnte ich innerhalb nur weniger Stunden unglaubliche 14 Greifvogelarten auf engstem Raum beobachten!

Neben den beiden gezeigten waren das ein Wanderfalke, vier Baumfalken, ein hübsches Merlin-Männchen, einige Turmfalken, ein Raufußbussard (der inzwischen schon alte Bekannte), unzählige Mäusebussarde, eine vorjährige Wiesenweihe, zwei Rohrweihen sowie je ein Sperber, Seeadler und Rotmilan. Dem Ganzen die Krone setzten sechs Wespenbussarde auf, die kurz vor Sonnenuntergang in ein Waldstück einfielen, wo sie wahrscheinlich die Nacht verbrachten.

Gefreut hätte ich mich noch sehr über einen Gänsegeier, wie sie zurzeit wieder in Deutschland und auch in den Niederlanden gesichtet werden. Sie waren überhaupt der Grund dafür, dass ich alle paar Schritte den Himmel nach ziehenden Greifen absuchte.

Dieses letzte Quäntchen Glück sollte am Ende leider fehlen, doch für ein zufriedenes Dauerlächeln auf meinen Lippen hat es zunächst noch gereicht.


Auch der kleine und zu den Bläulingen gehörende Falter auf dem nächsten Foto hat seinen Beitrag dazu geleistet:

sunbathing Green Hairstreak

Es ist ein Grüner Zipfelfalter (früher auch Brombeerzipfelfalter genannt).

Die Art soll gar nicht so selten sein. Oft sehe ich sie aber nicht. Und kurioserweise entdecke ich den Grünen Zipfelfalter im Moor bei Tannenhausen seit einigen Jahren immer im exakt selben Bereich. Und wirklich nur da, obwohl das Moor doch so groß ist. Anscheinend werden die ökologischen Ansprüche des Falters nur an diesem windgschützten Ort erfüllt.

Möglich ist aber auch, dass ich ihn wegen seiner geringen Größe vielerorts einfach übersehe. Er ist der einzige heimische Bläuling mit grünen Unterflügeln.

Die verschaffen ihm eine perfekte Tarnung.


Morgenstimmung an einer der weiten ehemaligen Abtorfungsflächen, die man glücklicherweise längst wiedervernässt hat:




before sunrise

Letztmalig konnte ich die Rotfußfalken am Freitag vor Pfingsten (13. Mai 2016) sehen. Pfingstsamstag und -sonntag war ich nicht im Gebiet, doch am Montagmorgen verlief die Suche nach den seltenen Gästen leider negativ.

Viel bessere Aufnahmen von den Rotfußfalken wären mir ganz bestimmt vergönnt gewesen, wenn das Moor am Ewigen Meer nicht so riesig wäre. Die Vögel jagten mal hier, mal dort. Wenn sie eine der wenigen Pausen einlegten, dann fast immer irgendwo in einer der geschützten Flächen, die ich natürlich nicht betreten darf.

Deshalb meine ich, man sollte dieses Moor um neun Zehntel verkleinern. Das brächte uns Menschen weiteren wichtigen Lebensraum ein.

Lückenbebauung und so weiter.

Jedenfalls fällt mir gerade ein, dass ich nun doch wieder eher enttäuscht bin. Das Lächeln auf meinen Lippen. das die Rotfußfalken ausgelöst hatten, ist verflogen. Und ich hasse Moore jetzt. Sie sind unnütz und sehen langweilig und öde aus. Ihre Vegetation verströmt einen unangenehmen Geruch. Und die Tiere und Pflanzen, die in ihnen leben, gehen mir am Arsch vorbei.

Selber schuld.


Zum Abschluss gibt es wieder die obligatorischen Farblosbilder.

Heute geht es um die Vollverschleierung:



















blind horse

Dass ich Religion und Gottesgläubigkeit ganz allgemein nicht mag – das ist jetzt noch sehr moderat ausgedrückt –, weiß wohl inzwischen jeder, der hier regelmäßig reinschaut.

Wenn aber Kinder und Tiere mit so einer Kacke belästigt werden, Burka und so weiter, dann ist das unerträglich!

Außerdem gilt in unserem Land ein Vermummungsverbot. Das andere Pferd auf der Weide will doch auch wissen, mit wem genau es sich den ganzen Tag unterhält. Meiner Meinung nach geht das einfach zu weit. Es darf nicht sein, dass Menschen ihre kruden Gedanken und Glaubensrichtungen auf wehrlose Tiere übertragen.

Und diesem Pferd gefiel der Stofffetzen ganz und gar nicht!

Ständig versuchte es, die lästige Kutte, die die so wichtigen Sonnenstrahlen von der Haut fernhält, loszuwerden.

Und es schrie mindestens zweimal: "Ich bin ein Pferd, zieht mir das aus!"

permantly this horse tried to get rid of his fucking burqa

Das war natürlich nur ein Scherz, denn auch das naturfernste Kind, zum Beispiel das eines Jägers, weiß natürlich, dass Pferde nicht sprechen können.

Stattdessen stand der Text auf einem Schild, das das Tier zuvor bemalt, beschriftet und anschließend an einen der Zaunpfosten gehängt hatte. 


Gebracht hat es aber auch nichts.

Ey, was guckst du?


why are you staring at me?

Wie man auch sehen kann, waren auch die Ohren von Stoff bedeckt. Trotzdem konnte das Pferd noch sehr gut hören.
 
Na ja, jedenfalls entdeckt und fotografiert habe ich das in Tannenhausen.


Der kommende Beitrag wird von einem geheimnisvollen Vogel handeln, der nach Literaturangaben schon seit Jahrzehnten nicht mehr in Ostfriesland brüten soll. Möglicherweise hat man ihn hier all die Jahre übersehen, oder aber er ist  nach ewig währender Abwesenheit in den platten Nordwesten der Republik zurückgekehrt. Ich kann aber auch nicht ausschließen, dass es sich bei den zum Teil singenden Individuen lediglich um Durchzügler gehandelt hat.

Und nein, der Wiedehopf, der auch in diesem Jahr und somit zum vierten Mal in Folge nach Aurich zurückgekehrt ist, wird nicht das Thema sein!